Kirmesburschen

Wie lange die Kirmes in Escherode schon gefeiert wird, weiß keiner mehr so genau. Die Aufzeichnungen beginnen nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1947, seitdem feierten wir fast ununterbrochen Kirmes in Escherode.

Nur zweimal wurde die Kirmes ausgesetzt, im Jahre 1988 zugunsten der 1175-Jahrfeier und noch einmal in 1993, da die Feuerwehr 90ten feierte.

Bis einschließlich 1986 war die Escheröder Kirmes eine „Saalkirmes“ und wurde im jährlichen Wechsel auf den Festsälen der beiden Kneipen im Ort gefeiert.

Im Jahre 1987 verlegte man die Kirmes dann ins Festzelt und aus der „Saalkirmes“ wurde eine „Zeltkirmes“, die nun nicht mehr im Oktober, sondern im August stattfand.

Kirmesbursche durfte nur werden, wer weder verheiratet noch verlobt war und in Escherode wohnte oder von hier stammte. Das ist auch bis heute so geblieben und seit 1992 nehmen unter den gleichen Voraussetzungen auch die Mädchen aus Escherode an der Kirmes teil.

Für die Kirmesburschen und –mädchen ist der Auftakt zur Kirmes das Ausgraben der Kirmesflasche, das traditionell am Samstag vor der Kirmes im Kreis der Burschenschaft stattfindet.

Die Kirmes selbst beginnt am Kirmeswochenende mit dem Kirmesfreitag und wird bis zum Ausklang mit allen Hartgesottenen am Montag gefeiert.

Am Kirmessamstag treffen sich die Kirmesburschen und -mädchen zum Gedenken an unsere gefallenen Kameraden am Ehrendenkmal vor der Kirche, anschließend findet das traditionelle Gesundheitenspielen im Dorf statt. Dabei ziehen die Kirmesburschen und –mädchen mit der Fahne und einer Kapelle von Haus zu Haus und spielen gegen eine Spende ein Ständchen für die Hausbewohner. Damit die Gesundheit dabei nicht vergessen wird, gibt’s vom Kirmesvater und/oder der Kirmesmutter einen Schnaps.

Abends wird im Zelt weiter gefeiert und die Kirmesburschen und –mädchen ziehen mit der Fahne voran ins Zelt ein. Am Sonntag geht’s dann nach dem Zeltgottesdienst mit dem Frühschoppen weiter. Auch hier werden dann noch einmal Gesundheiten gespielt.

Nach der Kirmes wird diese dann beim Abtrinken im Kreise der Burschenschaft, symbolisiert durch die Flasche, wieder begraben.

Ansprechpartner: Alexander Schaefer