Über unser Dorf

Escherode blickt stolz auf seine über 1200 Jahre alte Geschichte zurück.

Südlichster Zipfel Niedersachsens

Escherode befindet sich – eingebettet in das obere Hopbachtal – im südlichsten Zipfel von Niedersachsen. Das Dorf mit Blick bis zum Kasseler Herkules liegt idyllisch am Südwesthang des Kaufunger Waldes zwischen weitläufigen Wiesen und Feldern.
Seit 1973 ist Escherode eine von zehn Ortschaften der Gemeinde Staufenberg im Landkreis Göttingen. Die knapp 900 Einwohnerinnen und Einwohner von Escherode wissen die Vorzüge eines Lebens auf dem Land in unmittelbarer Nähe zur Stadt sehr zu schätzen: Kassel ist in nur 20 Minuten, die historische Altstadt von Hann. Münden in einer halben Stunde und Göttingen in nur 35 Minuten zu erreichen.

Über 1200 Jahre 

Escherode kann stolz auf seine über 1200 Jahre alte Geschichte blicken:
Seine erste historische Erwähnung verdankt Escherode einer Urkunde Kaiser Karl des Großen aus dem Jahr 813. Das sogenannte Asig-Diplom lässt sich auf den 9. Mai 813 datieren und ist die älteste, erhaltene Urkunde ganz Norddeutschlands.
Mit dem Schriftstück übertrug der Kaiser Graf Asig (auch Asik oder Esiko) das Landgebiet um den „Hawacobrunno“ (heutige Habichtsbornquelle) als Belohnung für seine und seines Vaters Hiddi treuen Dienste. Noch heute lädt die Habichtsbornquelle im Kaufunger Wald am östlichen Ortsrand gelegen zum Verweilen oder zur historischen Spurensuche ein. 

Asig beziehungsweise Esiko kann damit als Gründer und Namensgeber von Escherode angesehen werden.


Historische Aufnahmen

Ausgewählte Bildzeugnisse des alten Dorfes 

Das Wappen

Zur 1150-Jahrfeier wurde Escherode ein Wappen verliehen, auf dem ein Habicht an den Hawacobrunno (Habichtsborn) erinnert. Nach dem Wappenbrief sitzt ein goldbewährter Habicht mit erhobenem, rechtem Fang vor einem silbernen Hintergrund auf einem grünen Hügel. Die Farbe Grün soll dabei die Verbundenheit des Ortes mit dem Forst symbolisieren. 

Geziert wird der Hügel – der von Einheimischen auch gerne als „Kahlenberg“ aufgefasst wird – von einem silbernen, dreiblättrigen Kleeblatt, welches für den landwirtschaftlich geprägten Charakter des Dorfes steht. 
In diesem Sinne scheint das stolze Wappentier stets aufmerksam über die Escheröder Gemarkung zu wachen.

Zeitstrahl der Geschichte

mit ausgewählten Ereignissen seit 813

813

Erster Nachweis über Escherode in einer Urkunde Karl des Großen.

1353

Der Ort wird "Esekerode" genannt.

1626

30-Jähriger Krieg
Escherode wird geplündert, Gehöfte zerstört, Einwohner fliehen in die Wälder.

1689

Escherode hat 160 Einwohner, die 35 Häuser ihr Eigentum nennen.

1831

Die Grenze zwischen dem Kurfürstentum Hessen und dem Königreich Hannover wird endgültig festgelegt.  Nach dieser Grenzziehung gehört Nieste zu Hessen.

1877

 Das neue Schulhaus östlich der Kirche (heute Kirchweg 11) wird eingeweiht.

1918

Ende des 1. Weltkrieges
13 Escheröder kehren nicht zurück in Ihre Heimat.

06. April 1945

Amerikanische Soldaten marschieren ein. 
24 Escheröder sind gefallen, 14 werden schmerzlich vermisst.
In fast jedem Haus sind Flüchtlinge untergebracht.

1953

Die neue Schule (heutige DGA) wird am unteren Dorfrand nach 2 Jahren Bauzeit eröffnet.

1963

"1150 Jahre Escherode" wird mit Einweihung des Habichtsborns gefeiert.

1979

Die Escheröder Schule schließt und wird zur DGA umgebaut. Der Ort erhält angrenzend an die DGA eine Turnhalle.

2013

Escherode feiert seine 1200 Jahre!

2021

Die DGA wird nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wiedereröffnet.

Noch mehr über Escherode erfahren...

Bücher über unser Dorf

Alle Bücher können kostenfrei in der Ortsbücherei Escherode ausgeliehen werden.

Ein Dorf verändert sich. Beitrag zum 1175-jährigen Bestehen des Ortes Escherode. 813-1988. (1988)
von Heinrich Grünewald, Günther Kaerger, Karl-Heinz Kratzenberg, Otto Rinke und August Schwanz

Das Buch befasst sich unter anderem mit der Entstehung des geschichtsträchtigen Dorfes sowie seiner Entwicklungen bis ins 20. Jahrhundert. Dank aufwendiger Recherchen erhalten Leserinnen und Leser spannende Einblicke in Familien- und Häusergeschichten aus dem „alten Dorf“. Aufwendige Federzeichnungen und historische Aufnahmen längst vergangener Zeiten illustrieren die interessanten Berichte. Neben bedeutsamen Veränderungen in Escherode wie bspw. die ärztliche Versorgung oder der Einzug der Technik hält das Werk u. a. ein wissenswertes Kapitel über die Escheröder Vereine und Verbände bereit. 

Alte Bilder, Gegenstände, Dokumente. 1200 Jahrfeier Escherode. 813-2013. (2013)  von Otto Rinke

Allerhand Bildmaterial, historische Dokumente sowie anschauliche Zeichnungen von Escherode zum Entdecken, Lernen und Staunen.

Soo schwatzen mee. Die Escheröder Mundart mit Wörterbuch (1996) 

von Anita Alves, Bernd Kesten, Inge Kesten, Gerhard Löwer, Albert Müller und Erika Vollmann (+ Mundart-CD)

Das Buch verschafft einen Überblick wie sich der „Escheröder Dialekt“ in Wort und Text gestaltet. Neben der alphabetischen Reihenfolge der einzelnen Worte und deren hoch-deutscher Übersetzung mit Erläuterungen können interessante Redewendungen und Ausdrucksformen aus dem alltäglichen Sprachgebrauch nachgelesen oder mit der CD angehört werden. Einige wahrheitsgetreue Geschichten in „Escheröder Mundart“ über vergangene Zeiten im Dorf runden die Zusammenstellung des Nachschlagewerks ab.  

Wie es damals war. Eine Schilderung des Lebens in Escherode von Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts (2024) aufgeschrieben von Heinrich Käse (geb. 1903), veröffentlicht von Albert Dümer (2024)

Der Escheröder Heinrich Käse schrieb seine Erinnerungen an das Dorfleben im hohen Alter von 85 Jahren anlässlich der 1175-Jahrfeier von Escherode im Jahr 1988 auf. Seine lebhaften Erzählungen liefern zusammen mit Fotografien aus jener Zeit bewegende Einblicke von ,,damals" zu Themen wie ,,Brotbacken", ,,Nachtwächter", ,,Ernte", ,,Waschtag" und vieles mehr - ein Stück Zeitgeschichte aus erster Hand.

Ortsheimatpflege in Escherode  

Erinnern, Bewahren, Weitergeben

Der Ortsheimatpfleger von Escherode engagiert sich dafür, die Geschichte und das kulturelle Erbe unseres Dorfes lebendig zu halten. Er sammelt historische Informationen, dokumentiert Veränderungen im Ortsbild und trägt dazu bei, dass Erinnerungen an frühere Zeiten nicht verloren gehen. Ob bei der Pflege von Traditionen, der Unterstützung bei Chroniken oder als Ansprechpartner für Fragen zur Ortsgeschichte – die Heimatpflege ist ein wertvoller Beitrag zur Identität und Verbundenheit in Escherode.

Kontakt 

Albert Dümer

E-Mail: [email protected]